Jüdisches Dolumentationszentrum und Judenfriedhof

Das Dokumentationszentrum über die jüdische Vergangenheit in Kleinsteinach ist in Planung.
Dargestellt werden soll ein historischer Rückblick über das Leben der jüdischen Bürger in Kleinsteinach und über die einstige Synagoge im Ort.

Zur Geschichte des jüdischen Friedhofes in Kleinsteinach:

Laut der Überlieferung wurde er angeblich im Jahre 1453 angelegt. Da erst mehr als 100 Jahre später, also 1596 das erste Begräbnis vermeldet wurde, ist davon auszugehen, dass die Zeitangabe "1453" doch nicht ganz stimmen kann. Der erste Tote war ein berühmter Thoragelehrter. Gleichzeitig wurde der Friedhof zur zentralen Begräbnisstätte von Hassfurt für die Orte Aidhausen, Haßfurt, Hofheim, Kleinsteinach, Lendershausen, Westheim, Wonfurt, Zeil und sogar Schonungen ernannt.

Der letzte, dessen Begräbnis man anhand eines Grabsteines nachweisen kann, ist Daniel Mahler, der im Januar '42 verstarb. Die letzte hier begrabene Tote jedoch war wahrscheinlich die in Haßfurt 86-jährig verstorbene Rosa Lonnerstätter (Todestag: 29.03.1942).

Die Begräbnisstätte ist heute geschlossen und untersteht nun dem Landesverband der israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Dieser Landesverband stellte im Jahre 1960 Mittel für die Instandsetzung des Judenfriedhofes bereit.

Zudem signalisierte 1989 die Gemeinde Riedbach ihre Unterstützung für die Aufbereitung der Geschichte des Judenfriedhofs und dafür, diese Dokumentation für Jedermann zugänglich zu machen.