Geschichte Humprechtshausen

 

Der Sage nach erhielt der Ort seinen Namen von einem Manne, Humerat-Humprecht, der sich als erster an dieser Stelle niedergelassen haben soll.

814 taucht der Ort als Humperatshusan erstmalig geschichtlich auf, in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda; unbekannt blieb jedoch der Geber.

Ab dem 10. Jahrhundert finden wir Humprechtshausen im Besitz der Hennerberger Grafen.

Ende 1230 gelangte es unter Bischof Hermann von Lobdeburg mit acht anderen Dörfern lehensweise an das Hochstift Würzburg. Durch die vielen Adelsherrschaften der Gegend wurde Humprechtshausen ein typischer Ganerbenort. Kreuzthal und die Windenmühle gehörten zur Gemeinde.

Humprechtshausen hatte schon eine sogenannte Dorfordnung, die 1567–1652 erneuert wurde. Das Dorf gehörte zur Pfarrei Wettringen. Während der Reformation 1517–1555 blieb die Gemeinde der alten Religion treu, kam aber zu der neugegründeten Pfarrei Mechenried und zum Gericht Rottenstein.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war Humprechtshausen eine blühende Siedlung. Es hatte damals schon 18 Rechteck-Häuser und 490 Einwohner. Während des Dreißigjährigen Krieges starb das Dorf fast aus. 1662 gab es eine Schule mit einem ständigen Lehrer.

Die Kriegsjahre Anfang des 19. Jahrhunderts brachten neue Rückschläge.

1945 wurde der Ort durch die Amerikaner beschossen.

In dem einst von der Landwirtschaft geprägten Ort gibt es keinen Vollerwerbslandwirt mehr.